Chinike mo i diri mù ma idigaban we – Weltgebetstag in St. Bruno

”Gott, du meine Stärke und Kraft!“ singen Christinnen und Christen aus Nigeria. Dies in einem Land, in dem 40% der Bevölkerung unter wirtschaftlicher Armut leiden. Zudem ist die Gas- und Ölindustrie verantwortlich für die riesigen Umweltverschmutzungen in den Regionen um das Nigerdelta im Süden. Im Norden kämpfen die Menschen gegen die zunehmende Dürre, verursacht vom Klimawandel. Und im Nordosten leben die Menschen mit der ständigen Furcht vor Terroranschlägen. Frauen aus den Gemeinden St. Paul, St. Laurentius, Heilige Familie, der Freien Evangelischen Gemeinde und St. Bruno hatten sich mit den Herausforderungen des Themenlandes Nigeria intensiv auseinandergesetzt und schließlich am Weltgebetstag in die Pfarrkirche St. Bruno eingeladen, um gemäß dem Motto dieser ökumenischen Frauenbewegung „informiert beten – betend handeln“ einen gemeinsamen Gottesdienst zu feiern. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher erlebten dort einige Überraschungen: Ugonma aus dem nigerianischen Stamm der Igbu berichtete vom Gouverneur ihres Bundesstaates, der sich intensiv um den Bau von staatlichen und kostenfreien Schulen bemühe, so dass man – wie sie – dort eine gute Berufsausbildung erhalten könne, die auch in Europa anerkannt werde, dass eine Universitätspräsidentin die Politik dazu gebracht habe, Korruption konsequent zu bekämpfen. Grundsätzlich seien die Menschen in Nigeria glücklich, die Gemeinschaft in den Familien und Dörfern verleihe ihnen Sicherheit, Einsamkeit im Alter gebe es nicht. Elisabeth trug die Lesung aus dem Matthäusevangelium 11,28-30 in ihrer Igbu-Sprache vor: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken…“ Mit ihrer Fröhlichkeit steckten die beiden Frauen alle Mitfeiernden an, so dass viele wie sie zu den rhythmischen Klängen nigerianischer Lieder tanzten und klatschten.

Nach dem Gottesdienst wurden vielfältige afrikanische Genüsse angeboten, deren Duft das Pfarrzentrum St. Bruno durchzog: Das Vorbereitungsteam hatte ein reichhaltiges Büffet vorbereitet, das die beiden nigerianischen Frauen um landestypische Gerichte wie Jollof-Reis mit Obe ate Sauce, Fufu und Puf Puf bereicherten. Noch lange saßen die evangelischen und katholischen Teilnehmer aus Heidingsfeld und St. Bruno bei heiteren Gesprächen und Erinnerungen an frühere Weltgebetstage beisammen.

Herzlichen Dank allen, die mitgefeiert und ihren jeweiligen Beitrag zum Gelingen geleistet haben, ganz besonders aber der Heidingsfelder Band Con Alegria, die inspiriert von den nigerianischen Rhythmen und Melodien alle GottesdienstteilnehmerInnen mitriss. Für die Partnerorganisation Women &Youth Empowerment and Health Initiative (WYEAHI) konnten Spenden über rund 400 Euro überwiesen werden.

Elisabeth Kattler für das Vorbereitungsteam Priska Nied, Elisabeth Peper, Elisabeth Huppmann, Petra Groß, Christine Wolf, Michaela Rehme-Kern, Judith Spranger, Isolde Vierheilig Ruth Lurz Heide Kiesel Susanne Ebinger Anke und Matthias Schranner

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