© Anna-Lena Ils (Radioredaktion)
Würzburg (POW) Die ukrainisch-katholische Gemeinde in Würzburg hat am Sonntag, 23. Februar, in der Pfarrkirche Sankt Bruno im Würzburger Steinbachtal einen Gottesdienst anlässlich des dritten Jahrestags des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gefeiert.
Dabei wurde insbesondere der verstorbenen Opfer des Krieges gedacht. Erzpriester Ivan Sokhan, der für die (Erz-)Bistümer Bamberg und Würzburg zuständig ist, feierte den Gottesdienst in ukrainischer Sprache und im byzantinischen Ritus. In seiner Predigt ging er auch auf den Krieg in der Ukraine ein. Er wünsche sich Gerechtigkeit. Oberbürgermeister Christian Schuchardt nahm ebenfalls an dem Gottesdienst teil. Am Ende richtet er noch einmal das Wort an die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher. „Sie sind geschätzte Arbeitskräfte. Sie sind geschätzte Menschen, die sich hier in die Gesellschaft auch einbringen.“ Er habe sich bei seinen Reisen in die Partnerstadt Lviv selbst ein Bild vom Krieg gemacht: „Ich habe zahlreiche Gespräche dort geführt, auch mit Angehörigen, die das zeigen, was Sie auch zeigen: eine unendliche Tapferkeit angesichts dessen, was da geschehen ist.“ Nach dem Gottesdienst wurde im Pfarrsaal die Ausstellung „Durch Feuer zum Licht“ des Künstlers Bohdan Pylypiv gezeigt. Er setzt seine Kunstwerke mit sogenannter Brandmalerei oder Pyrographie um. Pylypiv widmete die Ausstellung den gefallenen ukrainischen Verteidigern, zu denen auch sein Sohn gehört.


